24. März 2019 (Oculi)
#Jeremia
Ich komme aus Anatot in der Nähe von Jerusalem.
Ich spreche, weil Gott es zu mir gesagt hat.
Gott ist nicht egal, was sein Volk tut.
Es ist ihm nicht egal, dass sich Menschen ihre Zukunft verbauen.
Und er will, dass die Leute das wissen.
Ich dachte, dass ich viel zu jung bin.
Und dass keiner auf mich hören wird.
Wer nimmt denn einen Jugendlichen mit Pickelgesicht schon ernst?
Der HERR sprach aber zu mir: Sage nicht: »Ich bin zu jung«, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen alles, was ich dir gebiete.
Ich will mein Gericht über sie ergehen lassen um all ihrer Bosheit willen, dass sie mich verlassen und andern Göttern opfern und ihrer Hände Werk anbeten.
Ein großes Wort.
Nicht nur Beruf. Job. Alltag.
Nicht ein Lehrberuf.
Nichts, worin man einen Master machen könnte.
Berufung ist mehr.
Berufung ist, wenn es keine Option gibt.
Wenn man tut, was getan werden muss.
Wenn man keine Wahl hat
und es nur noch um das eine Ziel geht.
Wer berufen ist
(oder sich dafür hält)
kennt keine Grenzen.
Verleugnet Grenzen.
Ignoriert Grenzen.
Sprengt Grenzen.
Rennt gegen Grenzen
und rappelt sich wieder auf.
Und macht weiter.
Wer berufen ist
(oder sich dafür hält)
verstößt gegen gute Sitte
und Schulgesetz.
Gegen gesellschaftliche Trends und
wirtschaftliche Interessen.
#Aufgabe
Ein großes Wort,
UND eine große Aufgabe.
Tun, wovon ich selbst überzeugt bin
UND öffentlich werden.
Alltägliches tun,
und dabei einen Unterschied machen.
Sich in der Komfortzone sicher fühlen,
und doch heraustreten aus der Masse.
Das Gespräch suchen,
und den Konflikt nicht scheuen.
Den Finger in die Wunde legen,
aber auch wissen, wie Heilung geht.
An heute und morgen denken,
und an die Zukunft derer,
die noch geboren werden.
Für sich selbst leben,
und für andere.
Für Menschen.
Für Gott.
#Leidenschaft
Nicht nur eine große Aufgabe.
Berufung ist Leidenschaft.
Motivation bis in die äußersten Haarspitzen.
Sein eigenes Potential entdecken
und Stärken ausleben.
Bestätigung bekommen.
Wahlkämpfe gewinnen.
Gefeiert werden.
Anderen helfen können und
Dankbarkeit erfahren.
Berufung ist auch: Spaß haben.
Und einen Sinn im Leben sehen.
#Selbstaufgabe
Nicht nur eine große Aufgabe.
Berufung ist Selbstaufgabe.
Zurückstecken.
Zeit investieren.
Geld in die Hand nehmen.
Sich mühsam Gehör verschaffen und
in der Öffentlichkeit leben.
Eigene Interessen zurückstellen und
keinen Feierabend haben.
Sich verletzlich machen.
Auch den Wahlkampf verlieren.
Drohungen und Hass am eigenen Leib erfahren.
Aushalten, dass Menschen die Straßenseite wechseln und sich wegdrehen.
#Wechselbad
Berufung ist beides:
Stärke und Schwäche
Sinn und Unsinn
Wunder und Wahnsinn
Motivation und Depression
Verehrung und Verleumdung
#Depression
HERR, du hast mich überredet und ich habe mich überreden lassen. Du bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen; aber ich bin darüber zum Spott geworden täglich, und jedermann verlacht mich.
So wie bei Greta.
Ich zitiere die Salonkolumnisten und die AfD Heidelberg:
„Die #Klimareligion hat nun neben Priestern und Jüngern auch eine minderjährige Heilige, zu der die ganze Kirchengemeinde ehrfurchtsvoll aufschaut“ (AfD Heidelberg via Twitter)
Was ist meine Mission?
böse Worte, Häme und
letztendlich
Depression,
vorprogrammiert sind?
ohne Jeremia und Greta
und ihre Botschaft?
Was wäre die Welt, ohne diese Menschen,
die ein Ziel vor Augen haben
und die sich um alles in der Welt
nicht davon abbringen lassen
an einer besseren Welt zu bauen?
Was wäre,
wenn niemand daran erinnert,
dass Gott etwas an uns Menschen liegt?
Was wäre, wenn niemand ausspricht,
was längst gesagt werden müsste,
weil unsere Welt kaputt geht?
„Leute verbreiten Gerüchte über mich. Natürlich stört mich das ein bisschen, aber es zeigt auch, dass etwas passiert und Leute das als Bedrohung empfinden. Und das ist gut.“
Greta und Jeremia
Zwei mit einer Botschaft.
Der eine vor vielen hundert Jahren,
die andere heute.
Durch das Dunkel hindurch
sehen sie ihren Erfolg.
Sehen, dass sich Investition auszahlt.
Durch das Dunkel hindurch
sehen sie, dass Veränderung möglich ist
und lassen deshalb nicht ab
von ihrem inneren Auftrag.
und wir sind nicht Greta.
Wir sind Erika und Beate
und Rolf und Alexander
und Yvonne und Stefan und Bärbel.
Aber wir sind berufen.
Zu großen und zu kleinen Dingen.
Wir sind berufen,
diese Welt, dieses Roßdorf
ein Stückchen besser zu verlassen,
Wir sind berufen,
manches auszuhalten.
Auch den Schmerz,
nicht gehört zu werden
und abgehängt zu sein.
Wir sind berufen,
Dinge anzusprechen,
die uns stören
und zu korrigieren,
wo Falsches behauptet wird.
Wir sind berufen,
uns Herausforderungen zu stellen:
im Zusammenleben
mit langjährigen Nachbarinnen und Nachbarn,
aber auch mit denen, die neu sind.
sondern nach Lösungen zu suchen,
die nicht gleich auf der Hand liegen.
uns zu beteiligen.
zu dem einen Gott,
dem Schöpfer des Himmels
und der Erde;
der keinen Konfession hat.
festzuhalten
am Licht
und am Leben
und an der Liebe.
Durch das Dunkel hindurch scheint der Himmel hell.
so hell soll auch die Erde sein,
steht auf, steht auf, steht auf,
so hell soll auch die Erde sein, steht auf!
Durch das Dunkel hindurch dringt ein neues Wort.
Durch das Dunkel hindurch dringt ein neues Wort.
Das Wort wird uns zur Zuversicht,
steht auf, steht auf, steht auf,
das Wort wird uns zur Zuversicht, steht auf!
Durch das Dunkel hindurch führt ein neuer Weg.
Durch das Dunkel hindurch führt ein neuer Weg.
Der Weg wird unsre Zukunft sein,
steht auf, steht auf, steht auf,
der Weg wird unsere Zukunft sein, steht auf!












